Persönlichkeit

Wer sich engagiert weiß, wie entscheidend es ist, mit seiner*ihrer Persönlichkeit für die gemeinsame Sache “zu brennen”. Denn ohne sie ist es schwer, andere “anzustecken” und dazu zu motivieren, mit anzupacken. Hierfür braucht es neben einer hohen Identifikation mit der Sache auch eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein.

Selbstbewusstsein

“Sich selbst bewusst sein” verstehen wir als Klarheit über die eigenen Stärken, aber auch über Bedürfnisse, Arbeitsweisen, Vorlieben und Motivatoren. Selbstbewusstsein erleichtert eben nicht nur ein selbstsicheres öffentliches Auftreten (“Man der*die ist aber selbstbewusst.”). Es ist auch Grundlage für Fragen des Selbstmanagements und der Zusammenarbeit (“Ich weiß, was ich kann, will und brauche.”)

Wir sehen daher als zentralen Auftrag unserer Qualifizierungsarbeit, junge Engagierte in ihrer Persönlichkeitsentwicklung so zu fördern, dass sie sich zunächst über ihr Selbst bewusst werden und dieses weiterentwickeln können.

Selbstwirksamkeit

Mit jeder neuen Lebenserfahrung definiert sich unsere Persönlichkeit weiter aus. Ein wesentlicher Baustein ist unser Handlungs- und Verhaltenrepertoire. Hierunter können sowohl Verhaltensweisen fallen, die wir als Einschränkung wahrnehmen (bspw. Ängste, “schlechte” Angewohnheiten), aber eben auch all jene Kompetenzen, die uns den Umgang mit Herausforderungen, die Erfüllung von Bedürfnissen und die Einflussnahme auf die Welt in unserem Sinne ermöglichen.

Es ist also Ziel einer pädagogisch gestalteten Persönlichkeitsentwicklung, durch Erfahrungen die Handlungsspielräume von (jungen) Menschen wachsen zu lassen. Dies gelingt, sofern die Lernsituationen im richtigen Maß herausfordernd gestaltet sind  (im wortwörtlichen Sinne heraus aus der Komfortzone). Sind dann noch Zeit, Raum und Hilfe vorhanden, sind die Voraussetzungen für einen Kompetenzzugewinn ideal.

Für junges Engagement und insbesondere Jugendbeteiligungsvorhaben ist vor allem eine Kompetenz von entscheidender Wichtigkeit: Das Vertrauen darin, selbst etwas bewegen zu können. Wir legen daher großen Wert darauf, dass unsere Qualifizierungsmaßnahmen die eigene Wirksamkeit erfahren lassen und dazu ermutigen, die Welt zu bewegen.

Feuer und Flamme sein

Den Erfolg des eigenen Engagements zu erleben, erzeugt eine große Zufriedenheit. Nicht immer wird diese aber so nach außen getragen, dass sie andere ermutigt. Manche*r freut sich “nach innen”. Für engagierte Gruppen ist aber die Nachwuchsfrage immer eine zentrale: Woher kriegen wir neue, engagierte Leute? Und gerade junge Organisationen haben eine altersbedingte hohe Fluktuation.

Wir versuchen daher in unseren Veranstaltungen auch dazu zu ermutigen, nach außen sichtbar “Feuer und Flamme” für die gemeinsame Sache zu sein. Neben Tipps und Tricks zu Rhetorik kommt man hierhin aber vor allem durch das oben beschriebene Selbstvertrauen, öffentlich begeisternd sein zu können und zu dürfen. Zu unserem Empowerment-Ansatz gehört daher nicht nur die Aufforderung und Unterstützung zu politischem/bürgerschaftlichem Engagement, sondern auch von diesem öffentlich “Zeugnis abzulegen”.

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  • 10 Thesen

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